Urban Scenes 03

03/01/2008

Have you ever seen one river passing over another?
No? But here in Germany you can find it. Take a look:







Die vollständig aus Stahl konstruierte Trogbrücke stellt das Kernstück des Wasserstraßenkreuzes dar. Mit 918 m ist sie die längste Kanalbrücke Europas und führt den Mittellandkanal über die Elbe hinweg in Richtung Elbe-Havel-Kanal. Die Brücke besteht aus den 3 Feldern der 228 m langen Strombrücke und den 16 Feldern der 690 m langen Vorlandbrücke. Diese ist als Flutbrücke für den Hochwasserabfluss der Elbe konzipiert.

Die architektonische Gestaltung macht die Trennung von Strom- und Vorlandbrücke sichtbar. Die Strombrücke ist durch eine zum Fachwerk aufgelöste Außenwand geprägt; die Vorlandbrücke stellt eine geschlossene Stauwand dar. Der Übergang zwischen Strom- und Vorlandbrücke sowie die Übergänge zwischen Kanal und Brücke an den Widerlagern werden jeweils durch Turmpaare in Prismenform gekennzeichnet. Die Vorlandbrücke fällt des Weiteren durch die Gestaltung der Pfeiler auf, die durch ihre ausladende geschwungene Form an Schiffsspanten erinnern.

Eine Hochwasserentlastungsanlage ist in das westliche Widerlager der Kanalbrücke integriert, um den Abfluss des Kanalwassers in die Elbe zu ermöglichen. Dies ist notwendig, da die Osthaltung des Mittellandkanals als Hochwasserableiter überschüssige Wassermengen aus dem Drömling aufnimmt.

Die Wassertiefe beträgt im Trog 4,25 m. Die Trogbreite zwischen den Stauwänden beläuft sich auf 34 m. Damit ist die Kanalbrücke nur im Richtungsverkehr befahrbar, weil die nahe gelegene Schleuse Hohenwarthe den Verkehrsablauf bestimmt. Die Schiffe dürfen also immer nur in eine vorgegebene Richtung fahren.

Die Durchfahrtsbreite auf der Elbe beträgt 90 m bei einer Stützweite von 106,20 m. Bei höchstem schiffbaren Wasserstand ist unter der Kanalbrücke noch immer eine Durchfahrtshöhe von 6,50 m gegeben, bei der die Durchfahrt mit dreilagig beladenden Containerschiffen ohne Einschränkung möglich ist.